ADMV Classic Cup
Erhard Gärtner
ADMV
Classic Cup
Im Oktober 1997 wurde erstmals auf der Motorsport- und Kartanlage gefahren. Die Strecke ist 1096 m lang, hat 8 Rechts- und 5 Linkskurven, eine Breite von 10 - 15 Meter, was mitunter sehr eng werden kann und in 20 Minuten schaffen einige nur acht und andere vielleicht 14 Runden, stark abhängig in erster Linie vom Motorrad und in zweiter Linie davon, was man unter Gleichmäßigkeitslauf versteht. Und ich weiß es aus erster Hand, wenn man alles im ersten Gang fährt und nur mit dem Gasgriff arbeitet kommt man auch auf's Treppchen.
Wie schon in den letzten zehn Jahren hatte der ADMV Classic Cup vom 17. - 19.07.2026 wieder auf den Harzring eingeladen. Leider waren diesmal nur 26 Teilnehmer gekommen, darunter vier Doppelstarter. Spontan ergaben sich allerdings fünf Doppelstarts und wenn ich die Teilnahme einer Starterin an der Pocketbike-Meisterschaft dazuzähle, hatten wir dann sogar sechs Doppelstarter. Dazu aber später ausführlicher.
Aber unter anderem machte gerade diese überschaubare Teilnehmerzahl die Veranstaltung zu einer sehr schönen Veranstaltung mit fast schon familiären Charakter.
Junge Leute waren am Start, nicht nur auf der Strecke sondern auch in der Vorbereitung, beim Ablauf und auch in der Nachbereitung auf Instagram.
Und auch das trug wesentlich zum reibungslosen Ablauf dieser Veranstaltung bei.
Natürlich lag wie immer die Hauptverantwortung bei unserem Erhard Gärtner. Die Nennungsformalitäten, die Gruppeneinteilung - schön übersichtlich gestaltet, sowie das Aufstellen des Ablaufplanes hat diemal Carsten Pohl übernommen und er hat es sehr gut gemacht. Für die technische Abnahme waren die Sportfreunde des MC Köthen verantwortlich und auch dort lief alles reibungslos. Für die Anmeldeformalitäten waren Erhard Gärtner und Carsten Pohl zuständig, auch hier ohne langes warten und suchen . . . eben auch mit wegen der überschaubaren Teilnehmerzahl.
Am Freitagnachmittag zog dann ein heftiges Gewitter mit sehr viel Regen über das Fahrerlager, was den Schotterplatz vorübergehend mehrere Zentimeter unter Wasser setzte und den einen oder anderen Fahrer zum umziehen auf die höhergelegene Wiese links neben dem Platz veranlasste. Gegen Abend kam dann sogar die Sonne raus und bescherte uns einen schönen Sonnenuntergang beim gemütlichen Zusammensitzen.
Den Wetter Apps zum Trotze, hielt das trockene, sonnige Wetter die gesamte Zeit über durch.
Die Fahrerbesprechung war wie immer informativ und auf die Besonderheiten der Strecke bezogen. Paula Hoffmann wurde uns vorgestellt und übernahm erstmals die Verantwortung am Vorstart und sie machte das richtig gut. Außerdem hat sie bereits nach der Veranstaltung in Zschopau ein Instagram Profil installiert auf dem sie und Nico Müller regelmäßig über unsere Veranstaltungen berichten und umfangreiches Bildmaterial einstellen. Vielen Dank euch beiden für eure Idee, diese Initiative und den ständigen Aufwand damit.
Junge Leute am Start, das gibt Hoffnung, dass dem ADMV Classic Cup die Mitglieder nicht ausgehen, auch wenn leider immer wieder mal der eine oder andere aus alters- und oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei ist.
Was uns, aber auch Erhard Gärtner besonders freut, dass die jungen Leute sich auch öfter mal vordere Plätze erfahren.
Naja Leni Hans, keine Frage, trägt ja Motorradfahrer Gene in sich, und sie hat diesmal richtig Mut bewiesen. Als Catleen, ihre Mutter, plötzlich weg musste, stieg Leni kurz entschlossen auf das Motorrad der Mutter und wurde somit zum fünften Doppelstarter unserer Veranstaltung. Leider schaffte sie es diemal nicht auf's Podest. Aber wir hatten noch eine junge Dame unter uns, Nina Bethge, gerade mal 16 Jahre alt, fuhr sie mit der Simson S51, dem stolzen Familienbesitz ihrer Mutter aus DDR Teenitagen, einen undankbaren 4. Platz am Sonntag ein. Es war erst ihre dritte Veranstaltung im ADMV Classic Cup, aber einige der männlichen Mitbewerber waren schwer begeistert von ihrem Fahrstil und ihrer Umsicht auf der Strecke. Ja, Nina ist quasi die sechste Doppelstarterin, denn wenn unser Team Pause hatte ist sie auf's Pocketbike gestiegen und hat da ihre Runden gedreht. Ich hab sie den ganzen Tag über nur in Rennkombi gesehen. Also Respekt vor dieser Leistung.
Auch unseren jüngsten männlichen Mitbewerber muss ich lobend erwähnen, Max Engelke gerade einmal erst 18 Jahre alt (wenn meine Qelle richtig informiert war), wieder einer mit Benzin in den Genen. Aber für das, was er dann auf der Strecke abliefert, ist er selbst verantwortlich und das hat er hervorragend gemacht und sich damit am Sonntag den 1. Platz gesichert. Super Leistung und Respekt auch dafür.
Es gab noch eine weitere erwähnenswerte Überraschung an diesem Wochenende. Stefan Winkelmann aus Franken, zwar nicht mehr so jung wie die bisher genannten, aber erstmal bei uns dabei und gleich eine Superleistung gezeigt, Sonnabend 3. Platz und Sonntag 1. Platz in der Klasse 3.2 mit seiner Yamaha RDLC 250. Sehr bemerkenswerte Leistung und auch dafür unseren Respekt.
Natürlich haben auch einige unserer "Altmeister", wie Erhard sie gerne nennt, ihre Pokale eingeheimst, darunter drei der Doppelstarter die gleich in beiden Klassen erfolgreich waren. Ganz tolle Leistung, natürlich in erster Linie von denen, die es auf's Podest geschafft haben aber auch von allen, die gefahren sind, denn es gab keine Unfälle und so soll es doch sein.
Allen an der Vorbereitung, der Durchführung, Absicherung und der Nachbereitung dieser Veranstaltung beteiligten unser herzliches Dankeschön.
Und Erhard Gärtner hat das nächste Treffen hier, zum 30jährigen Jubiläum dieser Kartbahn für den 04.07.2027 bereits angekündigt.
Dann wünsche ich uns, das alle wieder gesund und voller Elan dabei sind. Wir freuen uns schon.
Anne-Birgitt Mantyk
Wenn man mit "Glück auf" begrüßt wird, wissen die Kenner der Region, man ist in unserem schönen Erzgebirge zu Gast. Und das nun schon zum 3. Mal. Die Agrargenossenschaft Arnsfeld, die freundlicher Weise wieder ihr Gelände und eine Wiesenfläche zur Verfügung stellte, hatte zum zweijährigen Hoffest geladen und bot am Sonnabend ein buntes Programm mit vielen Mitmachstationen an. Am Quiz vom Landhandel Schlettau habe ich auch teilgenommen und mich mit nur einem Punkt Abzug als "Landwirtschaftsexperte" erwiesen. Die Kinder hatten vor allem viel Spaß beim Mitfahren auf den verschiedenen landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Ja, aber dieses Fest hatte Auswirkungen auf unsere Veranstaltung und damit schlage ich die Brücke zum eigentlichen Grund für meinen Bericht.
Der Classic Cup durfte, wie eingangs schon erwähnt, nun schon zum 3. Mal, in Arnsfeld zu Gast sein. Qualität spricht sich rum, deshalb wurden die Stellplätze knapp. Naja, die verschiedenen Wetterapps sagten mehr oder weniger Regen voraus und so wollten manche dann nicht unbedingt auf die Wiese, was für die Gespanne oder die tiefer gelegten Autos auch einzusehen ist. Letztendlich fanden alle ihr Plätzchen und die, die doch auf der Wiese wohnten fühlten sich ein bisschen wie im Urlaub, landschaftlich wunderschön, diese Hügel mit ihren Hochrainen.
Die Vorbereitung lag wie immer hier, in den Händen von Harry Teucher, der mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder des hiesigen Vereinsstammtisch das ganze vor Ort auf die Beine stellte. Und das wie immer souverän und zur besten Zufriedenheit aller. Wer die Begeisterung in den Gesichtern von Ralf, Simon und den vielen anderen, mir namentlich nicht bekannten Helfern, gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Natürlich lag wie immer die Hauptverantwortung, und das beinhaltet vor allem auch die leidlichen Absprachen mit Ämtern und Behörden sowie die Organisation des sportlichen und technische Ablaufs, bei unserem Vereinsvorsitzenden Erhard Gärtner. Auch er versteht sein Handwerk, mit nun mittlerweile mehr als 20jähriger Erfahrung. Ich frage lieber gar nicht erst, wieviele Stunden Freizeit jeder der an der Organisation Beteiligten, in so ein Wochenende investiert, damit dann auch mal der eine oder andere auf die Verantwortlichen zugeht, und sich für diese Veranstaltung bedankt.
Und natürlich, nicht nur die Lage sondern auch der Zustand der Strecke ist entscheidend für die immer größer werdende Teilnehmerzahl. So hat mir unter anderem auch Niklas Reichardt von dem Top Zustand der Strecke vorgeschwärmt. Er meinte er kennt keine Strecke, die auch nur ansatzweise so top ist, wie diese Straße. Und Niklas muss es wissen, er fährt schon viele Jahre auf vielen Strecken, nicht nur um Punkte und Pokale sondern auch zur Repräsentation, also auch nur aus Spaß am Fahren. Auch mein Mann war vom ersten Tag an vor drei Jahren begeistert von der Beschaffenheit dieser Strecke. Vergleichbares haben wir bisher nur vor drei Jahren beim Bergrennen Küssnacht am Riggi in der Schweiz, einer über 5 km langen Serpendinen Passstraße, die von 441m über NN auf 1030 m hoch auf die Seebodenalp ging, gesehen. Auf dieser damals gerade erst neu asphaltierten Strecke waren wir gemeinsam mit den im CC auch sehr gut bekannten Heiko Döring und Ute und Martin Brenner unterwegs.
Motorsport macht erfinderisch. In Anbetracht der zu erwartenden, am Freitag und teiweise auch noch am Sonnabend eingetroffenen Regenfälle, hatte sich das Seiffener Kawasaki Team gleich einmal eine Halle bei der Agrargenossenschaft angemietet und saß nun immer im Trockenen. Aber ich denke, auch alle anderen haben den Regen gut überstanden.
Gefreut habe ich mich über den Besuch von Bernd Wohlgemut und Alfons Hofmann, die beide auch schon in Zschopau vorbei schauten. Gottfried Geisler bekam zeitnah Videos und Berichte geschickt und Konrad Zschunke bekommt telefonisch die wichtigsten Ergebnisse mitgeteilt. Das Interesse unserer langjährigen, sehr erfolgreichen Sportfreunde an den Veranstaltungen ist sehr groß, auch wenn sie aus Alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv teilnehmen können. Vielleicht sollte der Vorstand langsam über ein Veteranentreffen nachdenken.
Einigen der hier genannten, haben wir es erst zu verdanken, dass wir nun auch schon sechs Jahre aktiv dabei sind und diese Gemeinschaft nicht missen möchten.
Und so näherte sich das Ende dieses doch vom Wetter unabhängigen sehr schönen Wochenendes. Die gemütlichen Treffen unterm Pavillon waren wetterbedingt etwas ungemütlich aber umso herzlicher waren die Gespräche.
Am Sonntag sorgte dann höchstens noch die eine oder andere Windböe für die entscheidende Hundertstel Sekunde Unterschied und so warteten alle gespannt auf die Ehrung der Gleichmäßigsten dieser zwei Tage. Andreas Mauersberger, Bürgermeister der Gemeinde Mildenau, zu der Arnsfeld gehört, ließ es sich nicht nehmen, seinen Dank für diese gelungene, unfallfreie Veranstaltung auszusprechen, verbunden mit dem Wunsch, auch die vierte Veranstaltung wieder hier auf die Beine zu stellen. Seine Unterstützung hat er jedenfalls schon einmal zugesagt. Ich denke, er findet damit bei allen Organisatoren, Helfern und Aktiven offene Ohren.
Und somit möchte auch ich mich im Namen aller ganz, ganz herzlich bei allen Organisatoren und Helfern für die vielen Stunden Einsatz bedanken und hoffe, sie sind auch nächstes Jahr wieder mit Freude und Einsatz dabei.
Glück auf
Anne-Birgitt Mantyk
In der Motorradstadt Deutschlands, die seit 2022 auf ihrem Ortseingangsschild „Zschopau Motorradstadt“ stehen hat und in jenem Jahr „100 Jahre Motorradtradition in Zschopau“ feierte, fand nach vier Jahren Pause, auch wenn die Freie Presse von drei Jahren spricht, am 17.05.2026 die 22. Zschopauer Classic für historische Renn- und Sportfahrzeuge statt. Die 21. Auflage dieser Veranstaltung hatte vorher letztmalig vom 27. bis 29.05.2022 stattgefunden, und das war vor vier Jahren.
In dieser Stadt, in der zu DDR-Zeiten jährlich 85.000 Motorräder das MZ-Werk verließen und die laut Aussage von Gert Wagler (Quelle: Blick.de vom 30.05.2024) der größte Motorradhersteller der Welt war und deren Motorräder im internationalen Motorsport vor allem in den 60er-Jahren vordere Plätze belegten, war der Classic Cup für zwei Tage zu Gast. Was unserem Vereinsvorsitzenden Erhard Gärtner die Möglichkeit bot, selbst wieder einmal mit seinem Gespann dabei zu sein und sein fahrerisches Können gemeinsam mit seiner Partnerin unter Beweis zu stellen.
Mein Mann, der seit 1974 MZ fährt und 2022 hier in Zschopau seinen ersten Pokal im Classic Cup erhielt, freute sich besonders auf diese Veranstaltung, weil er Bergstrecken besonders gern fährt, diese Strecke hier noch in sehr guter Erinnerung hatte und weil Zschopau, wie er immer sagt, die Geburtsstadt seiner MZ TS 250 ist.
Nun ja, was soll ich sagen, wir freuten uns wie immer sehr auf das Zusammentreffen mit netten Sportfreunden, und obwohl wir zeitig da waren, waren bereits große Flächen abgesperrt. Dennoch fanden wir an gleicher Stelle wie auch schon vor vier Jahren einen Stellplatz. Hier war zwar auch schon für die tschechischen Sportfreunde reserviert, aber Ferdinand und Maik freuten sich wie immer sehr, uns gleich neben sich zu haben.
Stefan Mauersberger, den wir bisher nicht kannten, ließ am Sonntagfrüh extra die Heizung in seinem Wohnanhänger an und bot uns an, da drin im Warmen zu frühstücken, während er die technische Abnahme der erst an diesem Tag Angereisten durchführte.
Als wir Bernd Wohlgemut, einem ehemaligen Classic-Cup-Teilnehmer, begegneten, der diesmal nur als Zuschauer teilnahm, war die Freude beiderseits sehr groß.
Später kam ein älterer Herr zu uns und fragte, ob wir Konrad Zschunke kennen und wo er ihn finden kann. Er sagte uns, dass er Alfons Hofmann ist und selbst viele Jahre mit Konrad gemeinsam in einer Klasse gefahren ist. Dank der allgegenwärtigen Handytechnik zeigte er uns voller Begeisterung Bilder seiner sportlichen Vergangenheit und seiner Vielseitigkeit, und seine Augen leuchteten dabei. Begeistert erzählte er uns auch vom Skijöring, wo Skifahrer von den legendären MZ-Enduro- und Geländemodellen gezogen wurden, was in den schneereichen Wintern im Erzgebirge ein sehr beliebter Sport ist und wovon uns auch schon einmal Andreas Buschbeck begeistert erzählt hatte.
Ein besonderes Markenzeichen des vielseitigen Alfons war, dass er öfter bei Veranstaltungen den Handstand machte und sich sogar im Handstand vorwärtsbewegte.
Darüber, dass ich ihm den telefonischen Kontakt mit Konrad ermöglichte, freute er sich sehr und auch darüber, uns kennengelernt zu haben. Und diese Freude war beiderseits, wir haben begeistert seinen Erzählungen gelauscht.
Nun noch zur Veranstaltung selbst, die sehr viel Zuspruch sowohl von Teilnehmern als auch von Zuschauern fand, super organisiert war und ohne größere Zwischenfälle über die Bühne ging. Besonders gut für einen zügigen Ablauf fand ich die Einteilung in drei getrennte Spuren am Vorstart, wo sich die Aktiven immer schon für den Start in ihrer jeweiligen Klasse einsortieren konnten.
Wir sagen ein herzliches Dankeschön allen, die zum guten Gelingen dieser sehr beliebten Veranstaltung in welcher Form auch immer beigetragen haben. Leider konnte ich keinem, den ich fragte, auch nicht Gerd Rösler, das Versprechen entlocken, dass es in zwei Jahren die 23. Auflage dieser so beliebten Veranstaltung geben wird. Aber ich denke, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, und die Hoffnung sollte man nicht aufgeben, zumal erfreulicherweise sehr viele junge Fahrer unter den Erstplatzierten waren.
Abschließend habe ich Harry Teucher noch viel Kraft und Erfolg für die intensive Phase der Vorbereitung des 3. Oberscharpreises gewünscht, und nun wünsche ich uns allen eine schöne Zeit, bis wir uns in Kürze in Arnsfeld treffen, und diesmal auch wieder mit Hoffest der dortigen Agrargenossenschaft.
Anne-Birgitt Mantyk
Alle zwei Jahre ruft die "Dresdner Spinne" und die Freunde des Motorsports kommen in Scharen.
Zum einen, weil das von 1951 bis 1971 auf der Autobahn im Dresdner Norden durchgeführte Rennen legendär ist, genauso wie die in Anlehnung daran seit 2002 anfangs in unregelmäßigen Abständen und auf Initiative unterschiedlicher Veranstalter neu geschaffene Veranstaltungsstrecke. Zum anderen, um dem berühmten Sohn des Ortes, Ewald Kluge, gebührend zu gedenken. Ewald Kluge, im Weixdorfer Ortsteil Lausa 1909 geboren und aufgewachsen, wurde 1936, also vor genau 90 Jahren, erstmals Deutscher Meister. 1938 gelang ihm dann das Husarenstück, auf der berühmt-berüchtigten Strecke der Isle of Man und dazu noch mit großem Vorsprung als erster Deutscher zu gewinnen (Quelle: Interview mit Jürgen Ehrhart bei Herrn Lehmann vom StudioK Dresden, veröffentlicht auf YouTube am 11.04.2017).
Seit der Gründung des Vereins Freunde des Historischen Motorrad-Rennsports Ewald Kluge im Jahr 2016 engagierte sich der uns von vielen Veranstaltungen bekannte Thomas Zeun dort sehr. Und keine Frage, er muss diese 10 Jahre sehr gute Arbeit geleistet haben, was zum Abschluss dieser Jubiläumsveranstaltung gebührend gewürdigt wurde. Denn völlig unerwartet für ihn erhielt er aus den Händen von Alexander Manzke, Ortsvorsteher von Weixdorf, die Ehrenplakette für Bürgerschaftliches Engagement. Und der Ort für diese Ehrung hätte nicht besser gewählt werden können. Unseren herzlichen Glückwunsch auch von uns allen dafür an dich, Thomas, verbunden mit dem Wunsch und der Bitte, dass du dich weiterhin so sehr für die Veranstaltungen des Motorsports engagierst :-)).
So, nun habe ich nach der Entstehung dieser Veranstaltung sofort den Abschluss erwähnt und jetzt noch paar persönliche Bemerkungen zur Veranstaltung selbst.
Also als Zuschauer und Fans der Gespanne waren wir 2017 hier und 2019 sogar als Hochzeitstagsevent.
Es waren ja immer schon sehr viele Teilnehmer und Zuschauer da, aber ich hatte den Eindruck, diesmal waren besonders viele Aktive dabei, die der Jubiläumsveranstaltung beiwohnen wollten. Auch mein Mann, der ja erst seit 2020 mitfährt, war dieses Mal als Fahrer dabei, da er das Motorrad gewechselt hat und damit nun hier startberechtigt war. Na ja, mir ging’s am Sonnabend früh dann nicht so gut und meine Beine zitterten um 8:30 Uhr schon etwas. Das erste Mal auf diesem Rundkurs, aber er hat seine Runden gut gemeistert und ich hab ihm vertraut.
Die drei Stunden bis zum nächsten Trainingslauf vergingen viel zu schnell, denn für uns war es nach der Winterpause das erste Zusammentreffen mit vielen unserer Sportfreunde und die Begegnungen beiderseits waren sehr herzlich.
Von der Vorbereitung des Fahrerlagers waren wir ebenso begeistert wie von der gesamten Organisation und dem Ablauf der Veranstaltung. Na ja, und wer, wie wir, schon dreimal hintereinander Lückendorf im Regen mitgemacht hat, der weiß ein so herrliches Wetter sehr zu schätzen.
Erwähnen möchte ich aber auch, dass es einige traurige Classic-Cup-Fahrer mit jahrelanger Erfahrung gibt, die aus alters- oder familiären gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, wie zum Beispiel Bernd Wohlgemut, Konrad Zschunke oder Gottfried Geisler, jedem in der Classic-Cup-Szene bestens bekannt. Gottfried Geisler ließ es sich dennoch nicht nehmen, am Sonntag in Begleitung seiner Familie vorbeizuschauen und sogar bis zum Ende der Siegerehrung dabei zu sein.
Apropos Siegerehrung. Schon als wir nur als Zuschauer zur Motorsportveranstaltung kamen, sagten unsere Sportfreunde vom Gespann, es gehört sich einfach, bis zur Siegerehrung dabeizubleiben, um seinen Respekt vor der Leistung der Besten zum Ausdruck zu bringen. Mit diesem Wissen war ich diesmal schon enttäuscht vom Verhalten einiger Sportfreunde, die nach dem Blick in die Ergebnislisten sehr schnell die Veranstaltung verließen. Es waren sogar nicht wenige, die, kaum dass sie ihre Trophäe in den Händen hielten, das Weite suchten. Darüber war ich schon enttäuscht und mir ist bisher so ein Verhalten auch noch nicht aufgefallen. Schade.
Weil man das, was man zuletzt gelesen hat, am längsten im Gedächtnis behält, nun unser herzlicher Dank an alle Helferinnen und Helfer dieser sehr schönen und sehr gelungenen Veranstaltung, was sich zur Freude und sicher auch zur Zufriedenheit aller sowohl in den Teilnehmerzahlen als auch an der Masse der begeisterten Besucher zeigte.
Wir jedenfalls freuen uns schon sehr auf Zschopau. Bleibt oder werdet schnell wieder gesund.
Also dann, bis dahin.
Anne-Birgitt Mantyk
Kennt ihr das, ihr habt eine Einladung zum Klassentreffen, freut euch wie Bolle endlich alle mal wieder zu treffen. Mit dieser freudigen Erwartungshaltung sind wir in diesem Jahr als Gäste des lieben, sehr engagierten Sportfreundes Peer Wichlatz, zur Meisterfeier ins Pilsfaß nach Radebeul gefahren.
Das 20-jährige bestehen des ADMV Classic Cups ... da wollten wir unbedingt dabei sein auch wenn mein Mann erst seit 2020 als Aktiver dabei ist ... obwohl wir einige Veranstaltungen schon viel früher besucht und da bereits inzwischen liebgewonnene Freunde gefunden haben.
Und ich glaube, den meisten ging es auch so, mit dieser Vorfreude anzukommen, das ließen zumindest die herzliche Begrüßung untereinander sowie die vielen Gespräche miteinander vermuten.
Es wurde kuschelig, denn es kamen fast alle, rückten eng zusammen und warteten gespannt auf die Ausführungen unseres langjährigen, immer alles am Laufen haltenden Vereinsvorsitzen Erhard Gärtner.
Zuerst wurde der beiden langjährigen verstorbenen Mitglieder Reiner Haase (75) und Detlef Schönland (84) sowie dem viel zu früh durch tragischen Verkehrsunfall in Flöhe ums Leben gekommenen Sportfreund Patrik Ulbrig mit einer Schweigeminute gedacht.
Anschließend berichtete Erhard über diese 20 aufregenden Jahre, was zumindest für uns interessant und spannend war. Es war also in der ruhigen Zeit zwischen den Jahren, wie es heute heißt, also zwischen Weihnachten 2004 und Neujahr 2005 als sich Gleichgesinnte trafen und die noch heute, in der Folgezeit immer wieder angepasste Ausschreibung, auch mit Ideen aus der Fahrerschaft, erarbeiteten.
Es war also die Geburtsstunde des heutigen ADMV Classic Cups, der damals erst einmal als IG Sport mit historischen Rennfahrzeugen unter dem Dach des Sächsischen Landesverbandes Motorsport e. V. (SLM) startete, später als Sektion Classic Cup im Landesverband des ADMV Sachsen e. V. und laut Sächsischem Vereinsregister seit dem 01.08.2013 eingetragener Verein ADMV Classic Cup e. V. ist und damit inzwischen zivilrechtlich und wirtschaftlich selbständig.
Zurecht können wir, und das ist vor allem dem großen Engagement Erhard Gärtner zu verdanken, auf ununterbrochene 20 Jahre gefahrene Meisterschaften voller Stolz zurückblicken.
Auch wenn ich als Außenstehende sehr oft den Eindruck habe, Erhard Gärtner steht öfters allein gelassen da, ist es doch nicht ganz so.
Es gab und gibt ebenso engagierte Fahrtleitungen in den Motorsportvereinen in Weixdorf, Köthen, Pausa und Automobil Berlin oder Einzelkämpfer wie Harry Teucher, der vor über zwei Jahren sich ganz stark für die neue, sehr schöne Bergstrecke des Oberschaarpreises in Arnsfeld einsetzte. Oder der Bürgermeister Hohnsteins, Herr Daniel Brade, der sich immer mit großem Interesse für die inzwischen auch schon zum 6. Mal gefahrene und sehr gut angenommene Bergstrecke in Hohnstein einsetzte oder auch Peer Wichlatz, der begeistert dabei ist, eine Ausstellung historischer Fahrzeuge mit Unterstützung des MC Köthen für März nächsten Jahres in Köthen zu organisieren.
Leider kann ich nur die letzten sechs Jahre aus persönlichem Erleben beurteilen, deshalb möchte ich mich hier gleich erst einmal bei all den ungenannten aber nicht weniger stark engagierten Sportfreunden entschuldigen, die es aus meiner Unkenntnis heraus hier nicht zu einer namentlichen Erwähnung geschafft haben. Ich hoffe ihr verzeiht mir das.
Aber all die Genannten und leider auch nicht Genannten hätten keine Veranstaltungen mit Leben erfüllen können und zu dem machen was sie sind, disziplinierte, im freundschaftlichen Miteinander und dadurch von bösen Unfällen verschont gebliebenen, stattfindenden Motorsportveranstaltungen.
Ohne EUCH, die Aktiven wäre das nicht möglich.
Deshalb auch an dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch, all diejenigen, denen keine Anreisestrecke zu weit ist, die auch mal ohne Dusche und nur mit Toi Häuschen auskommen. Obwohl ... ich finde, gerade diese Atmosphäre, das abends lange gemütliche Zusammensitzen und die Gespräche (auch wenn ich da bei technischen Problemen nicht so viel beitragen kann ... und lieber zur Wolle greifen würde), ist es doch das, was die familiäre Atmosphäre, eben die eines Klassentreffens ausmacht. Man freut sich immer schon wieder auf
das nächste Mal. Und das ist doch super schön und bringt auch irgendwie den Dank an die Organisatoren zum Ausdruck.
Und damit komme ich wieder zur Rede von Erhard zurück.
Interessant war für mich die Deutschlandkarte mit den 31 verschiedenen Austragungsorten, hauptsächlich in unseren drei Mitteldeutschen Ländern aber auch in Brandenburg und sogar in Peenemünde und Laatz, in Mecklenburg-Vorpommern. Peenemünde 2020 ist für mich eine besondere Veranstaltung gewesen, zum einen fand sie als erste Veranstaltung unter den Einschränkungen von Corona statt und andererseits fuhr mein Mann dort erstmals mit und ich war viel aufgeregter, besorgter und ängstlicher als er aber mir haben viele dort Mut
zugesprochen, wofür ich sehr dankbar war.
Als Veranstaltungsort der Meisterfeier kannte ich bisher auch nur die Bergwirtschaft in Dresden, aber nein, die Jahre zuvor wechselten sie öfter und der Classic Cup war zu Gast im Wasserschloss Klaffenbach, in Schleinitz, im August Horch Museum Zwickau, in Hartmannsdorf bei Chemnitz, auf der Augustusburg bei Flöha und in Burgstedt, dieses Jahr nun im Pilsfass in Radeberg und nächstes Jahr wird es Hermsdorf sein.
Natürlich worden zum 20jährigen Jubiläum auch die Teilnehmer der ersten Stunde geehrt, die noch heute aktiv sind und das waren Kerstin Görner und Konrad Zschunke. Sie bekamen Urkunden und Sachpreise.
Besonderen Dank sprach Erhard auch den ehemaligen und oder noch aktiven Vorstandsmitgliedern Thomas Haase, Sylvia Gierth, Bärbel und Thomas Hatwig, Hans-Jürgen Macioschek, Johannes Schmutzler, Karsten Guhra, Gabi Herrmann, Gisela Aurich und Katarina Gärtner aus.
Es wurden die Jahressieger der jeweiligen Klassen der letzten 20 Jahre per Monitor eingeblendet.
Anschließend erfolgte die Ehrung der fünf Besten ihrer Klassen der diesjährigen Veranstaltung, sowohl im Classic Cup als auch in der Sachsenmeisterschaft. An dieser Stelle spare ich mir die Aufzählung der Sieger und verweise auf die Ergebnisslisten, die auf der Seite des ADMV Classic Cups für jede und jeden Interessierten einsehbar sind.
Auf Grund der erfreulichen Tatsache, dass auch jüngere Fahrerinnen und Fahrer den Weg zum Classic Cup finden und gefunden haben, gab es dieses Jahr erstmals die Rookie Wertung für Teilnehmer bis 21 Jahre. Erfreulich, dass hier 10 Teilnehmer in dieser Gruppe eingeschrieben waren.
Und sie können sich freuen, denn ab dem kommenden Jahr werden sie nur noch die Hälfte an Startgebühr bezahlen. Das sollte doch Ansporn sein, an möglichst vielen Veranstaltungen teilzunehmen.
Weitere Neuerungen werden die Zusammenlegung von Klassen sein, um den sportlichen Wettbewerb zu erhalten, eine Änderung der Wertung, die schon erwähnte Halbierung des Startgeldes für Jugendliche und die Schaffung einer Simson Klasse.
Dann erfolgte noch die Bekanntgabe der schon festen sowie der geplanten Veranstaltungstermine für 2026. Erfreulich dass es nach mehreren Jahren Ausfall auch wieder eine Bergwertung geben wird, weil auf drei Bergstrecken gefahren werden kann.
Die Jubiläumsveranstaltung wurde abgerundet von einem sehr vielseitigen, reichhaltigen, ansprechenden und schmackhaften Buffet, was keine Wünsche offen ließ. Dankeschön hierfür an das freundliche, umsichtige Personal vom Pilsfass Radeberg.
In geselliger Runde ging nunmehr ein sehr erfolgreiches, denn Teilnahme ist doch schon viel wert, Jahr zu Ende und ich denke doch, alle freuen sich schon auf das erste Zusammentreffen im Februar 2026 in Hartmannsdorf.
Ich wünsche allen eine schöne, besinnliche und hoffentlich friedliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr. Bleibt oder werdet schnell wieder gesund und wir treffen uns spätestens im Februar wieder.
Anne-Birgitt Mantyk
Als Erhard Gärtner, Vorsitzender des ADMV Classic Cups und Fahrtleiter dieses Wochenendes, im Frühjahr 2020 erwähnte, der Classic Cup könnte mal im Polenztal fahren, dachte ich, das wird niemals genehmigt, im Naturschutzgebiet, auf den Wiesen der Polenz, wo jedes Jahr im März tausende Besucher das größte Wildvorkommen Deutschlands an Märzenbechern in voller Blüte bewundern ... niemals. Aber ich hatte nicht an den großen Parkstreifen entlang der Asphaltstraße gedacht.
So kam es dann am 27. September 2020 dazu, dass ein "Probelauf" von einigen Fahrern des Classic Cup und Gaststartern ausgetragen wurde.
Ja, was soll ich sagen, die Straße ist leider in den letzten fünf Jahren nicht besser geworden aber das Fahrerfeld dafür um einiges größer und zum Glück diesmal auch jünger.
Kurz gesagt, die Motorsportveranstaltung auf der Bergstrecke im Polenztal, von der Rußigmühle bis kurz vor den Abzweig nach Heeselicht, fand inzwischen zum 6. statt und diesmal ausnahmsweise bei traumhaften Sommerwetter, obwohl es das letzte Sommerwochenende war.
Mancher erinnert sich vielleicht nicht mehr daran, aber in den ersten drei Jahren fand die Veranstaltung immer im Regen statt, 2023 war es trocken und voriges Jahr herrschte sogar Hochwasseralarm, nicht nur in Sachsen.
Das war auch das einzige Jahr und der Grund war ja offensichtlich, in dem der Bürgermeister der Stadt Hohnstein, Herr Daniel Brade mal nicht zur morgendlichen Fahrerbesprechung persönlich anwesend war.
Auch das ist eine sehr schöne Tradition und ich glaube es gibt kaum eine andere Veranstaltung des Classic Cups wo es auch so ist, dass der Bürgermeister es sich nicht nehmen lässt, allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen eine gute, unfallfreie und erfolgreiche Fahrt zu wünschen. Ich finde, auch hierin sieht man das große Engagement von Daniel Brade, ohne dem eine solche Veranstaltung nicht stattfinden könnte.
An dieser Stelle möchte ich aber ebenso auf das große Engagement der vielen Helfer aufmerksam machen, manche nehmen für Freitag und Montag gleich mal zwei Tage Urlaub um die Stromversorgung aufzubauen oder die Strecke mit Strohballen zu sichern und das schon seit einigen Jahren.
Heiko Döring war wieder schon Wochen vorher mit dem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beschäftigt, hat unter anderem mit den neuen Betreibern der Rußigmühle gesprochen damit sie trotz Umbau den Biergarten öffnen und vieles mehr organisiert, was uns erst dann auffallen würde, wenn's fehlt.
Somit stand einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung nichts mehr im Wege.
Jede Fahrerin und jeder Fahre musste nur noch diszipliniert und möglichst gleichmäßig die Strecke befahren.
Die Ergebnisse konnten dann am Sonntag bestaunt werden. Neben einigen "alten Hasen" standen diesmal erfreulicherweise auch ganz junge "Neulinge" auf dem Treppchen, sogar zwei junge Frauen, das fand ich ganz toll.
Was uns alle ganz sehr gefreut hat, ist dass unser ältester und uns allen bekannter Teilnehmer Gottfried Geisler den 1. Platz in der Klasse 5.1 erreicht hat.
Viele in seinem Alter können nur noch mit Rollator unterwegs sein und er fährt solche Ergebnisse ein ... meine Hochachtung.
Natürlich, aber nicht selbstverständlich, war Daniel Brade auch wieder zur Siegerehrung persönlich dabei, um die Besten ihrer Klasse zu beglückwünschen und traditionell stiftete er den Pokal für den gleichmäßigsten Fahrer aller Wertungsläufe.
Abschließend bedanke ich mich, und ich denke im Namen aller zu sprechen, ganz herzlich bei allen Organisatoren, Helfern und Sponsoren der Veranstaltung, ohne die eine so schöne Veranstaltung historischer Fahrzeuge nicht stattfinden könnte ... DANKE
Anne-Birgitt Mantyk
Eine Veranstaltung, die nachdenklich macht
Ein Jahr ist schnell vergangen, für die Organisatoren wahrscheinlich viel zu schnell. Undso fand am Wochenende vom 13. bis 15.06.2025 nun schon der 2. Oberschaarpreis statt. Diese Region, nur 14 km vom Grenzübergang Reitzenhain nach Tschechien entfernt, in unmittelbarer Nähe von Annaberg Buchholz, der Stadt wo der Rechenmeister Adam Ries Mathematik lehrte und Barbara Uthmann den Frauen der Bergmänner das Klöppeln beibrachte und dem Thermalbad Wiesenbad, in einer Landschaft also, wo man durchaus Urlaub machen sollte, fanden sich die Sportfreunde der historischen Motorräder, Gespanne und Autos zusammen um im Rahmen des ADMV Classic Cups ihr Können zu zeigen.
Bevor es aber soweit war, alle Genehmigungen eingeholt waren, alles organisiert war, vom zur Verfügung stellen des Geländes durch die Agrargenossenschaft, dem Sichern der Strecke mit Strohballen zum Schutz der Fahrer, dem Absperren der Zuschauerbereiche, dem Organisieren der Streckenposten, der Verpflegung, dem Aufstellen der Toiletten und Duschcontainer und nicht zu vergessen dem Gewinnen der Sponsoren, waren unzählige Stunden notwendig. Auch vor dem Druck des ansprechenden Programmheftes, mit Grußworten von Landrat Rico Anton und Bürgermeister Andreas Mauersberger war viel Arbeit notwendig. Die 100 genannten Fahrzeuge mussten entsprechend ihrer Baujahre und Hubraumleistung in vergleichbare Klassen eingeteilt werden, ein Zeitplan war zu erarbeiten und es musste das Fachpersonal für die Fahrtleitung gefunden werden. Die Idee, einzelne Klassen in Startgruppen einzuteilen und die Wertungsläufe dann direkt hintereinander zu fahren fand übrigens bei allen Aktiven großen Anklang und sorgte für einen zügigen und reibungslosen Ablauf.
Erhard Gärtner hat in diesem Jahr nun seit genau 20 Jahren die Hauptverantwortung für all das. Aber alleine kann er eine solche Veranstaltung nicht stemmen, es braucht Sportfreunde wie Harry Teucher der vor Ort die gesamte Organisation anschob natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder des Vereinsstammtisch Arnsfeld, dem Bauhof Arnsfeld und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Arnsfeld und Steinbach. Auch die Sportfreunde Ewald Kluge Weixdorf waren sofort bereit sich am Vorstart, am Ziel und bei der Anmeldung einzubringen. Ralf Teucher stand an allen drei Tagen als Taxi und Mann für alle Fälle zur Verfügung.
Ich finde, all den genannten und ungenannten kann man nicht oft genug DANKE sagen für ihre Bereitschaft, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Und wenn jeder einmal in sich geht, setzt das nicht der eine oder andere als normal voraus man hat schließlich Startgeld bezahlt und erwartet somit, dass alles ordentlich abläuft.
Aber ist das wirklich alles so selbstverständlich, dass einige sehr viel Freizeit "opfern" damit andere ihrem geliebten Hobby nachgehen können.
NEIN, denke ich und das dachten auch die Sportfreunde vom APS Racing Team Annaberg Buchholz und bastelten zwei große Flaggen "DANKE DEN HELFERN UND SPONSOREN" und präsentierten diese dann bei ihrer Rückführung zum Start. Das war doch mal eine Geste, alle Achtung und Dankeschön auch dafür.
Das Wochenende verlief reibungslos und vor allem unfallfrei. Das Wetter hätte nicht besser sein können und der running gag war sicher am Sonntag als Harry Teucher, immer für eine Überraschung gut, das Fahrerlager singend weckte. Wir sind zwar schon mit Alphörnern im Fahrerlager auf der Seebodenalp in der Schweiz geweckt worden aber mit einem selbst gesungenen Lied noch nie. Danke Harry für diese spontane Idee.
Und während wir alle in der Festhalle der Agrargenossenschaft im Trockenen saßen und die gleichmäßigsten Fahrer der jeweiligen Klassen geehrt worden, waren wie selbstverständlich freiwillige Helfer im Regen unterwegs um die Strecke wieder für den öffentlichen Verkehr herzurichten. Dankeschön auch ihnen.
Es würde mich freuen, wenn die Helfer und Organisatoren künftig öfter mal ein herzliches Dankeschön zu hören bekommen.
Wir waren im Erzgebirge und somit sage ich allen ein herzliches: Glück auf bis nächstes Jahr
Anne-Birgitt Mantyk
Jedes Vereinsmitglied im Classic Cup e.V. kann den Gedanken des historischen Motorsports mit Leben erfüllen, weiter tragen und mit uns gemeinsam ausgestalten helfen. Deshalb werdet Mitglied in unserem Verein. Das Aufnahmeformular befindet sich unter Formulare zum Download. Über die Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand.
Den ausgefüllten Antrag bitte per E-Mail an Erhard Gärtner schicken.
06.06.2014